Natürlich schlägt künstlich – warum Plastik nichts in deiner Haircare verloren hat
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Wer heute Beautyprodukte kauft, achtet auf Inhaltsstoffe. Mikroplastik wird kritisch hinterfragt, Naturkosmetik wird immer beliebter und viele Menschen entscheiden sich bewusst für Produkte, die Haut und Umwelt gleichermaßen guttun.
Doch bei einer Sache stellen sich die wenigsten dieselbe Frage. Woraus bestehen eigentlich die Produkte, die unsere Haare jeden Tag berühren?
Denn Haircare endet nicht beim Shampoo. Handtücher, Kopfkissen, Scrunchies oder Schlafhauben begleiten unsere Haare jeden Tag – oft sogar länger als jedes Pflegeprodukt. Trotzdem wird das Material dieser Alltagsbegleiter kaum hinterfragt.
Kunststoff ist in der Haircare weiter verbreitet, als viele denken
Viele Beautytextilien bestehen aus Polyester. Das hat einen einfachen Grund: Das Material ist langlebig, pflegeleicht und lässt sich so verarbeiten, dass es hochwertig aussieht.
Besonders häufig begegnet uns das bei Satin-Produkten. Was viele nicht wissen: Satin ist keine Faser, sondern lediglich eine Webart. Ein Satin-Kissenbezug kann also aus echter Seide bestehen – genauso gut aber auch aus Polyester.
Der glänzende Look sagt deshalb nichts darüber aus, welches Material tatsächlich verwendet wurde.
Warum das Material einen Unterschied macht
Unsere Haare reagieren empfindlicher auf äußere Einflüsse, als viele vermuten. Besonders nach dem Waschen, wenn die Haarfaser Wasser aufgenommen hat, ist sie anfälliger für mechanische Belastung.
Neben Hitze oder häufigem Styling spielt deshalb auch die tägliche Reibung eine Rolle. Handtücher, Kopfkissen oder Haargummis begleiten unsere Haare jeden Tag und können beeinflussen, wie geschmeidig sich das Haar anfühlt oder wie stark es zu Frizz und statischer Aufladung neigt.
Natürliche oder regenerierte Cellulosefasern werden häufig als besonders angenehm empfunden, da sie weich sind, Feuchtigkeit regulieren und sich kaum statisch aufladen.
Gute Haircare beginnt bei den kleinen Dingen
Viele investieren in hochwertige Shampoos oder Seren und vergessen dabei, dass ihre Haare täglich viele Stunden mit Textilien in Berührung kommen.
Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur auf Inhaltsstoffe zu achten, sondern auch auf die Materialien, die Teil der eigenen Routine sind.
Denn oft sind es nicht die großen Veränderungen, die den Unterschied machen, sondern die kleinen Entscheidungen, die sich jeden Tag wiederholen.
Vielleicht beginnt schöne Haircare deshalb gar nicht mit dem nächsten Pflegeprodukt.
Sondern mit der bewussten Wahl der Materialien, die deine Haare Tag für Tag begleiten.
Autorin: Helena Wieland, Gründerin QUPRO GmbH